Bis zur letzten Runde blieb es dieses Jahr für die Tegernheimer Schachdamen spannend – zwar war der Aufstiegstraum eigentlich schon in der dritten Runde ausgeträumt, da aber von den 6 startenden Mannschaften gleich 2 Teams absteigen mussten und vor dem letzten Spieltag gleich 3 Teams der Liga einen ausgeglichenen Kontostand von 4:4 Punkten erzielt hatten, ging es in der letzten Runde sogar ins Volle: Vizemeister oder Abstieg!
Dabei begann die Saison eher ruhig – zum Saisonauftakt wurde mit zwei Mannschaftsremis gegen die Damen von Stuttgart-Wolfbusch 2 sowie die Damen aus Unterpfaffenhofen-Germering gestartet. In der dritten Runde gab es dann unerwartet Kloppe von den Mädels aus Heumaden, allerdings konnten die Tegernheimer dank Katrin Sippenauer zumindest einen Ehrenbrettpunkt mit nach Hause nehmen. Dafür freute man sich riesig über den Sieg gegen die nominell stärkere Mannschaft des FC Bayern München 2 – dort konnte Diana Lichtenegger den entscheidenden Sieg landen und der Rest der Mannschaft konnte sich mit 3 Remis zufrieden zurücklehnen – aber trotzdem fand man sich nach diesem Match vor dem letzten Spieltag auf dem drittletzten Tabellenplatz wieder! Somit musste in der letzten Runde gegen Neuperlach mindestens ein Mannschaftsunentschieden erzielt werden – sonst hieße es Abschied nehmen von der Regionalliga! Die Spannung war aber dann schnell aus dem Kampfgeschehen, da Eva Beilschmidt und Katrin Sippenauer schon nach 2 Stunden ihre beiden Punkte abräumen konnten, und somit nichts mehr schief gehen konnte in Richtung Abstieg - Diana Lichtenegger und Brunhilde Fischer bauten das Ergebnis mit zwei Unentschieden dann zu einem versöhnlichen 3:1-Saisonabschluss aus. Diese Ergebnis bedeutete in der Endtabelle fas den Sprung nach ganz oben – Platz zwei und somit Vizemeister der Regionalliga mit 6:4 Mannschaftspunkte (10,5 Brettpunkte). Eigentlich sollte daher in die zweite Bundesliga mit deutlichem Vorsprung die 2. Mannschaft des SV Stuttgart-Wolfbusch mit 9:1 Mannschaftspunkten (13,5 Brettpunkte) aufsteigen. Allerdings hat die 1. Mannschaft aus Stuttgart den Klassenerhalt in der 1. Liga verpasst und rutscht in die zweite Liga ab – und da in den höheren Ligen von einem Verein immer nur eine Mannschaft starten darf, musste die 2. Mannschaft auf den Aufstieg verzichten. Und somit können sich ganz unerwartet die Schachfreundinnen aus Tegernheim als Vizemeister auf den Einzug in die 2. Bundesliga freuen – nach den Spieljahren 1994/95, 1997/98 und 1998/99 liegen also fast zehn Jahre Bundesligaabstinenz hinter den Damen. D.h. es kommen auf die Damen wieder harte Zeiten zu: Mannschaftskämpfe in 300-400km Entfernung, Doppelrunden Samstag/Sonntag und anstatt bisher 4 Bretter müssen nun 6 Bretter pro Spieltag besetzt werden.

Das Bild zeigt die Aufstiegsmannschaft in die 2. Bundesliga - von links Katrin Sippenauer (2 Punkte aus 3 Runden), Brunhilde Fischer (2,5 aus 5), Agnes Fischer (0,5 aus 1), Eva Beilschmidt (2,5 aus 4) und Diana Lichtenegger (3 aus 5). Nicht mit auf dem Bild ist die Gastspielerin von RT - Ivana Blank (0,5 Punkte aus 2 Runden).